Freitag, 19. Juni 2009
Varanasi - die heilige Stadt am Ganges
Varanasi am Ufer des Ganges gilt als eine der ältesten duchgehend bewohnten Städte der Menschheit. Man schätzt, das bereits vor mehr als 5000 Jahren Menschen an dieser Stelle gesiedelt und religiöse Handlungen vornahmen. Für Hindus ist es eine besondere Furt, ein besonderer Platz um den Übergang zwischen Leben und Tod zu vollziehen. Tausende strömen täglich an die Gatt's, den rituellen Waschplätzen, am Ufer.
Ich selbst kenne Varanasi seit mehr als 15 Jahren. Vieles hat sich verändert. Besonders hier habe ich den wirtschaftlichen Aufschwung Indien's in den letzten Jahren sehen und erleben dürfen. Lagen vor 15 Jahren in den Morgenstunden noch Leichen auf den Strassen von Menschen die hier ihre letzten Stunden auf den Stufen zum Ganges verbrachten, so hat sich das Strassenbild nun fast vollständig gewandelt. Krankenhäuser und Pflegeheime für Bedürftige wurden errichtet, gegen die massive Abholzung in der näheren und auch weiteren Umgebung wurde ein elektrisches Krematorium gebaut. Müllsammler ziehen pausenlos durch die Strassen.
Einiges ist aber nachwievor: es ist eine Stadt in der das Sterben eine traditionelle Rolle spielt. Rund um die Uhr erklingen Gesänge und Musik aus hunderten von Tempeln. Rund um die Uhr brennen noch immer Scheiterhaufen und keine Stadt der Welt lässt mehr Atmosphäre vom wirklichen Lebensinhalt aufkommen wie Varanasi.
Der Besuch dieser Stadt ist ein besonderes Erlebniss und lässt sich nur schwer in Worten ausdrücken.
Einen kleinen Eindruck vermittelt auch meine Film "Varanasi" auf Youtube.
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